WEGEN TRUMPS TERRORLISTE? BANKEN KÜNDIGEN DER ROTEN HILFE

Demonstration am 31.Januar um 16 Uhr, Platz der alten Synagoge

Fast schon als könne das viel zu ereignisreiche Jahr nur mit einer Steigerung des weltweit grassierenden Chaos aufhören, wurden der Deutschen Kommunistischen Partei, dem Anarchist Black Cross Dresden, der Roten Hilfe e. V. und weiteren Organisationen alle Bankkonten gekündigt. Darauf war die linke Bewegung in diesem Land nicht vorbereitet. Sonderlich überraschend ist es dennoch nicht.

Seit Jahren erleben wir weltweit die Zuspitzung von Konflikten, Verengung von Diskursräumen und Angriffe auf fortschrittliche Bewegungen. Das Mittel, das dieses Mal angewandt wurde, heißt „Debanking“. 

Wenig überraschend geht es bei den Kündigungen der besagten Konten um keine illegalen Aktivitäten, sondern um politische Gründe. Im Falle der DKP ging es um ihre Hilfe für die Menschen auf Kuba. Bei der Roten Hilfe geht es um die Unterstützung von Angeklagten im sogenannten „Budapest-Komplex“. Die angeblich dahinterstehende „Antifa Ost“ wurde im November durch die Vereinigten Staaten zur „Terror-organisation“ erklärt. Im vorauseilenden Gehorsam haben daher hiesige Banken die Geschäftsbeziehungen gekündigt. Dahinter steht die Angst, dass sie Probleme mit ihrem USA-Geschäft bekommen könnten. Im schlimmsten Fall droht ein Ausschluss vom sogenannten „SWIFT“-System, welches Banken Zahlungen über Staatsgrenzen hinweg ermöglicht.

Getroffen sind derzeit wenige, doch mehr stehen auf der Abschussliste der Vereinigten Staaten und Europäischer Union. Heute trifft es die Rote Hilfe – doch wer steht morgen im Visier, wenn dieser Trend ungebremst weitergeht? Wenn ultrarechte Bewegungen weiter an Einfluss gewinnen, könnten auch andere progressive Initiativen und marginalisierte Gruppen ins Fadenkreuz geraten. Man stelle sich vor, konservative Kräfte in den USA erklären etwa Schwangerenberatungsstellen oder queere Organisationen zu ›terroristischen‹ Feindbildern – würden hiesige Banken dann ebenso bereitwillig deren Konten kündigen?

Wenn wir zu lange zögern, könnte es zu spät sein.

Wir müssen bereits jetzt aktiv werden oder werden es morgen bereuen.

Wir rufen daher alle zivilen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte in diesem Land dazu auf, „Debanking“ nicht hinzunehmen.

Die Zeit ist jetzt und es braucht Dich!

Werde aktiv und beteilige Dich am 31.01. auch in Freiburg. Wir müssen zusammenkommen und uns kennenlernen. Die jetzigen Angriffe werden nicht die letzten sein.

Daher Schluss mit Sanktionen und Debanking!

Rücknahme aller Kontokündigungen!

www.debankingstoppen.de

Rote Hilfe e.V. -Ortsgruppe Freiburg-

Was: Demonstration
Wann: Samstag, 31.Januar 2026
Uhrzeit: 16:00 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge

Wichtiger Hinweis für alle die Mitgliedsbeiträge für die Rote Hilfe zahlen:

Bitte stellt um auf Lastschrifteneinzug, denn das ermöglicht der Roten Hilfe e.V. auch bei einem Umzug zu einer anderen Bank, Eure Genehmigung mitzunehmen.

Einfach und schnell zu erledigen über unsere Webseite:

Zumindest sollten Beiträge und Spenden ausschließlich auf das Sparkassenkonto in Göttingen erfolgen.

Zentrales Spenden- und Beitragskonto:

Rote Hilfe e. V.

IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE
Sparkasse Göttingen

Wir sehen rot! Antifaschismus wird kriminalisiert. Aber die Rote Hilfe e.V. steht an der Seite der Antifaschist*innen!

Die Freiburger Ortsgruppe der Rote Hilfe e.V. macht zusammen mit der FAU, Kneipe im Strandcafé in Freiburg. In lockerer Atmosphäre Austausch über Repression und was getan werden kann. Dazu wird´s leckere Tortillas geben.

Wer sich über die Arbeit der Roten Hilfe e.V. informieren möchte, bekommt hier alle wichtigen Infos und kann mit Menschen der RH ins Gespräch kommen.

Vorbeikommen…
Freund*innen und Kolleg*innen mitbringen…
Wir freuen uns auf Euch!

Wann: 30.10.2025
Ab: 20:00 Uhr
Wo: Strandcafé, Adlerstrasse 12, Freiburg

https://rotehilfefreiburg.noblogs.org/
https://freiburg.fau.org/events/fau-kneipe-im-strandcafe/

Bringt Euch bitte etwas Gegenwert mit, denn Ihr habt auch Gelegenheit Gutscheine der BezahlkarteStoppen.fr-Initiative zu tauschen und Migrant*Innen praktisch zu unterstützen.

Rote Hilfe Freiburg kritisiert Kriminalisierung von Klimaaktivist*innen – Prozess gegen neun Betroffene in Baden-Württemberg

Schadenersatzforderung von 42.000 Euro gegen Aktivist*innen als Einschüchterungsversuch – Rote Hilfe zeigt Solidarität

Seit über einem halben Jahr befinden sich neun Klimaaktivist*innen in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem Unternehmen Meichle und Mohr. Im Rahmen einer zivilrechtlichen Klage wirft das Unternehmen den Aktivist*innen vor, sich 2021 an der Blockade von Kiesgruben beteiligt zu haben. Die Aktion habe angeblich zu einer zeitweiligen Einstellung des Kiesabbaus und zu einem vermeintlichen finanziellen Schaden des Unternehmens geführt. Nun fordert Meichle und Mohr Schadenersatz in Höhe von 42.000 Euro.

Die Forderung ist willkürlich und wurde während des Verfahrens sogar um weitere 10.000 Euro erhöht. Sie entbehrt jeder nachvollziehbaren Berechnungsgrundlage. Für ein Unternehmen mit Jahresumsatz in Millionenhöhe ist die Summe finanziell unbedeutend – ihre Erhebung dient offenkundig dazu, einzelne Aktivist*innen einzuschüchtern und die Klimagerechtigkeitsbewegung insgesamt zu schwächen.Die Beweislage ist äußerst dünn: So ist zum Beispiel nicht belegt, dass alle Beklagten überhaupt vor Ort waren – für einige ist sogar das Gegenteil gerichtlich festgestellt worden.

„Diese Klage gegen uns ist ein weiterer Versuch, legitimen Protest gegen umweltschädliche Industrieaktivitäten zu kriminalisieren“, erklärt Simon Helmstedt. „Wer sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einsetzt, darf nicht mit Schadenersatzforderungen überzogen werden.“

Der industrielle Kiesabbau in der Region Baden-Württemberg hat gravierende ökologische Folgen: jährlich entstehen durch den Abbau und Transport erhebliche CO₂-Emissionen, Wälder werden gerodet, und die Verkehrsbelastung für die Anwohner*innen nimmt zu. Proteste gegen diese Praktiken werden zunehmend mit juristischen Mitteln bekämpft – oftmals in enger Verzahnung von Unternehmen und staatlichen Institutionen.

Die Rote Hilfe Freiburg solidarisiert sich ausdrücklich mit den Betroffenen und fordert die sofortige Rücknahme der Klage. Die Kriminalisierung von Klimaaktivist*innen folgt einem Muster, das darauf abzielt, gesellschaftlichen Widerstand gegen Umweltzerstörung zu brechen. Getroffen werden einige – gemeint sind wir alle.

Pressekontakt
Rote Hilfe Freiburg
E-Mail: freiburg@rote-hilfe.de

Ortsgruppe mit Stand auf SUSI Flohmarkt

Am 18. Mai 2025 war die Freiburger Ortsgruppe der Rote Hilfe e.V. mit einem Infostand auf dem SUSI Flohmarkt vertreten. Neben leckerem Slushy, der bei warmem und sonnigem Wetter sehr beliebt war, wurden Gespräche mit Menschen geführt die mitunter schon von der Roten Hilfe gehört haben, aber es gab auch manche denen die Rote Hilfe völlig neu war. Die Ortsgruppe verteilte Infobroschüren, Flyer und Sticker! Von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr waren wir im Gespräch mit Menschen und informierten über die Antirepressionsarbeit der Roten Hilfe.