Gewalt. Macht. Widerstand. – Buchvorstellung und Streitgespräch mit Andreas Blechschmidt

10. Dezember 2019 | 19:00 Uhr | Ort: Weingut Dilger (Urachstr. 3)

Das Projekt einer emanzipatorischen linken Alternative zum kapitalistischen System ist auch mit der Frage der Mittel zu dessen Überwindung verbunden. Beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg waren es die Bilder des Protestes, die die öffentliche Wirkung des Treffens bestimmt haben. Militante Aktionsformen spielten dabei eine wichtige Rolle. Waren diese Ereignisse Vorboten eines kommenden Aufstandes oder Strohfeuer einer Revolte, die sich in der bloßen Konfrontation mit der Polizei erschöpft hat?

Das Buch unternimmt den Versuch, die Hamburger Ereignisse des Juli 2017 mit Blick auf die militanten Aktionsformen zu analysieren. Mit der Bezugnahme auf Arbeiten von u.a. Hannah Arendt und Herbert Marcuse werden die aktuellen Möglichkeiten und Perspektiven einer revolutionären Veränderung untersucht.

Dabei sollen unterschiedliche Vorstellungen über militante linke Politikkonzepte nicht als sich widersprechende Positionen begriffen werden, sondern als produktiver Streit um die richtige Strategie.

Andreas Blechschmidt wird die zentralen Thesen seines Buchs vor- und zur Diskussion stellen. Dazu werden einige Stimmen aus der Freiburger Linken eingefangen, um den G20 in einen lokalen Bezug zu stellen.

Eine Veranstaltung der anarchistischen Gruppe Freiburg, der Roten Hilfe OG Freiburg und des Arbeitskreis kritische Jurist*innen Freiburg

“Solidarität verbindet!” – Kennenlernabend mit der Roten Hilfe OG Freiburg

13. Dezember | 19:00 Uhr | Kyosk (Adlerstr. 12)

Die Rote Hilfe e.V. setzt sich aus Personen zusammen, die sich alle der politischen Linken zugehörig fühlen. Wir sind politisch und finanziell unabhängig, arbeiten strömungsübergreifend zusammen und haben ein pluralistisches Selbstverständnis. Unser Anspruch ist es, im Fall von staatlicher Repression gegen Einzelne oder die linke Bewegung insgesamt tätig zu werden und Solidarität zu organisieren. Bei allen möglichen Differenzen innerhalb der Linken: Im Fall von Angriffen stehen wir zusammen!

Im Rahmen der Kampagne “Solidarität verbindet!” wollen wir euch unsere Organisation & ihre Arbeit vorstellen und euch die Gelegenheit geben Menschen aus der Aktivengruppe in Freiburg kennenzulernen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit Mitglied zu werden.

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung: Prozess wegen Hausbesetzung

3. Dezember 2019 | 10:00 Uhr | Kundgebung ab 9:30 Uhr | Amtsgericht Freiburg (Holzmarkt 2) Sitzungssaal 8

Am 3. Dezember findet ein Prozess gegen einen Aktivisten wegen einer Hausbesetzung in der Guntramstraße 44 (im Dezember 2018) vor dem Amtsgericht Freiburg statt. Dem Aktivisten wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Rote Hilfe OG Freiburg ruft zur solidarischen Teilnahme am Prozess auf.

Die Besetzung der Guntramstraße 44 war eine Reaktion auf die Entmietung aller ehemals dort wohnenden Mieter*innen durch den neuen Eigentümer Bertram Feil – einem in Zürich wohnhaften Arzt. Dieser stellte den ehemaligen Mieter*innen den Strom ab, erhöhte die Mieten stark und Kündigte allen im Haus verbliebenen Mieter*innen am Ende wegen angeblichem Eigenbedarf an allen Wohnungen. Die Besetzung sollte diese Verdrängung öffentlich skandalisieren.

Zusätzlich wurde auch der Fakt thematisiert, dass es trotz akuter Wohnungsnot und horrenden Mietpreisen in Freiburg immer noch Leerstand gibt.

Und zu guter Letzt zielte die Aktion auch auf eine Kritik des Privateigentums an Immobilien insgesamt ab. Durch ihr zufälliges Privileg der Klasse der Hausbesitzer*innen anzugehören, können diese den Mieter*innen jeden Monat einen großen Teil ihres Lohnes abnehmen, selbst wenn die Häuser durch die teilweise jahrzehntelangen Mietzahlungen schon längst abgezahlt sind.

Unterstützt den Aktivisten! Die Häuser denen, die drin wohnen!

Strafbefehl oder Prozesstermin wegen der AfD Demo im Herbst 2018? – Betroffenentreffen am 19. November

19. November 2019 | 19:00 Uhr | Kita “AU JA” auf dem Grether Gelände (Adlerstr. 12)

Am 29.10.2018 veranstalteten die AfD und ihre Jugendorganisation, die Junge Alternative, in Kooperation mit dem extrem rechten “Frauen”bündnis Kandel eine Demo in Freiburg. Ziel war die rassistische Vereinnahmung der grausamen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen Freiburgerin. Zahlreiche Menschen stellten sich entschlossen gegen den rechten Aufmarsch und beteiligten sich an den Gegenprotesten – und sind nun von Repression durch den Staat betroffen, indem sie Strafbefehle erhalten und es zu Prozessen kommt. Bist auch du betroffen? Dann komm am 19.11. zum Betroffenentreffen in die Kita “AU JA” und tausche dich mit anderen Betroffenen aus.

Warum du kommen solltest?

Um dich mit anderen Betroffenen auszutauschen und gemeinsam zu überlegen wie ihr euch politisch wehren, sowie gegenseitig unterstützen könnt. Zudem werden wir besprechen wie wir Geld sammeln um die entstehenden Kosten zu decken. Zuletzt ist es auch für uns als Rote Hilfe Ortsgruppe und EA wichtig, einen Überblick über die Anzahl der Betroffenen zu bekommen. Es ist und bleibt sinnvoll sich gegen Repression zu wehren – Gemeinsam und solidarisch!

„Berufliche Repression heute“ Podiums-Gespräch & Diskussion am 18. Oktober

Links und Erzieher_in; Antifaschist_in und Sozialarbeiter_in… Was bedeutet mein Aktivismus für meinen Job?

18. Oktober 2019 | 19:00 Uhr | Kommunales Kino Freiburg (Urachstr. 40)

Berufsverbote sind kein Massenphänomen mehr. Und dennoch – viele fürchten, dass ihnen linkes Engagement berufliche Nachteile bringen könnte. Die AfD hetzt, Linke werden als „Extremisten“ denunziert und manche Verurteilung wird beim Einstellungsgespräch zum Verhängnis.

Mit Jens aus Stuttgart – linker Aktivist und Kindergärtner – und anderen Betroffenen sprechen wir darüber, welche Risiken tatsächlich bestehen, wie wir damit umgehen und der Vereinzelung im Beruf kollektiv begegnen können.

Eine Veranstaltung der Roten Hilfe – Ortsgruppe Freiburg

Im Anschluss „Solidarität verbindet“-Kneipe mit dem Offenen Antifaschistischen Treffen (OAT) im Linken Zentrum Freiburg, Glümerstraße 2.